Campen mit Hund

Da hat man nur wenige Quadratmeter im Camper zur Verfügung uns soll diese noch mit dem Vierbeiner teilen? Macht das Spaß? Ich kann ganz klar sagen: JA! Nun gut, unser Balu ist nur ein 5kg Maltipoo, aber trotzdem macht das Campen mit ihm einen großen Unterschied zum Campen ohne Hund. Ich habe euch mal ein paar Tipps und wichtige Punkte auf unserer Packliste zusammengefasst, die mit Hund dabei sein sollten: 

Tipps & Tricks:

  • Der Hund braucht ein eigenes Bett: gerade, wenn man in warmen Ländern unterwegs ist und der Hund normalerweise mit im Bett schläft, ist es praktisch, wenn man noch ein extra Kissen für den Boden dabei hat.
  • Gerade junge Hunde brauchen einen geregelten Tagesablauf, um zur Ruhe zu kommen. Balu war beim Beginn unserer Reisegerade 8 Monate alt. Also haben wir versucht, den Tag morgens immer gleich mit einer Gassi-Runde zu starten, damit es eine gewisse Routine gibt. 
  • Tage planen: Ohne Hund lebten wir mehr in den Tag hinein als mit, denn der Hund braucht auch mal Pausen, ähnlich wie Kinder. Also gab es z.B. einen Tag Action in der Stadt mit viel Bewegung und am nächsten Tag relaxen am Strand.
  • Der richtige Campingplatz: hier sind uns besonders die Campingplätze in Kroatien positiv aufgefallen. Die meisten haben extra eine Hundedusche und Grünflächen und Stände für die Vierbeiner.
  • Achtung “Straßenhunde”: beispielsweise in Griechenland hatten wir das Thema gar nicht so auf dem Schirm. Hier musste Balu bei manchen Stellplätzen mehr im Camper bleiben, weil sich viele andere Hunde an dem Platz getummelt haben.
  • Vorsorge: Neben dem Erste-Hilfe-Set solltet ihr vorab mit dem Tierarzt klären, welchen Schutz gegen z.B. Mittelmeerkrankheiten euer Hund haben sollte. Für Balu gab es beispielsweise ein SpotOn gegen Sandmücken und 6 Monate nach der Reise einen großen Blutcheck, der besonders nach längeren Reisen im Süden Sinn macht. 
  • Zum Schutz vor Mücken sollte der Hund auch gegen Dämmerung in den Camper, damit er nicht gestochen wird 
  • Hört auf euren Hund: signalisiert er euch, dass er z.B. Angst hat oder eine Pause braucht, hört auf ihn. Gerade in heißen Ländern fällt es den Hunden mit den Temperaturen schwer. 
  • Vorab informieren: wir hatten beispielsweise ein Problem, dass Balu in einer Region in Kroatien nicht mit in die öffentlichen Verkehrsmittel durfte. Hier lohnt es sich, sich vorab über die Bestimmungen, beispielsweise für die Einreise mit Haustier, zu informieren. 

Packliste Hund:

  • Strandmuschelhatten wir vergessen und wäre super gewesen, um Schatten für Balu zu haben 
  • Hundebademantel: ihr werdet es mir danken, nichts ist schlimmer, als ein nasser, dreckiger Hund im Wohnmobil 
  • Erste-Hilfe-Set: mit Silber-/Jodspray, Verbandszeug, Bepanthen und Zeckenzange 
  • Futter: haben wir auf Vorrat mitgenommen. Leider gab es beispielsweise in Griechenland nur wenige Geschäfte für Hunde oder Hundefutter nur auf Griechisch (Was ist da drin?!) 
  • Socken/Schuhe: Balu hatte sich die Kralle verletzt, hier kamen dann die Socken zum Einsatz, damit kein Dreck in die Wunde kommt 
  • Rucksack/Tasche: gerade für kleine Hunde praktisch, um ihnen eine Pause zu können 
  • Maulkorb: ist oft auf Booten oder in öffentlichen Verkehrsmittel Pflicht 
  • Spielzeug: muss sein! 
  • Genug Kotbeutel: die praktischen Spender aus Deutschland gibt es in vielen Urlaubsländern nämlich nicht. Nehmt am besten biologisch Abbaubare 😉  
  • Picknickdecke: gerade für den Strand oder einfach zum Relaxen  
  • Wassernapf oder Trinkflasche to Go 
  • Schwimmweste: falls es mal aufs SUP gehen soll 
  • Geschirr: gerade bei abenteuerlicheren Wanderungen macht es Sinn, ein Geschirr zu tragen

Und das sind nur ein paar Tipps von unseren persönlichen Erfahrungen. Letztendlich lohnt es sich, vorher etwas zu planen, sich mehr Zeit zu nehmen, aber auch einfach die Zeit gemeinsam mit dem Hund zu genießen und viel zu erleben. 😊 

 

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Jessica Irmscher

Jessica Irmscher

Jessi ist im Team Social bei der INTERSPORT Digital Unit tätig. Sie spielt aktiv Volleyball und läuft regelmäßig, lässt sich aber auch immer gerne für neue Sportarten begeistern und probiert diese selbst aus.
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