Über nicht vorhandene Sportlichkeit und die richtige Ausrüstung in kalten Nächten

Inzwischen bin ich schon eine paar Tage unterwegs, habe auf mehreren Campingplätzen übernachtet und ich bin super geschockt – von meiner sportlichen Leistung auf dem Rad.
Aber von vorne: Nachdem der Start meiner Tour ins Wasser gefallen ist, und das meine ich wortwörtlich (siehe erstes Update), habe ich die ersten Sonnenstrahlen genutzt, um die Gemeinde Drage und das monströs schnüffelnde Igel-Tier hinter mir zu lassen.

Ein schöner Campingplatz mit freier Platzwahl direkt am Wasser sollte es sein.

Das Handy zeigt 60 Kilometer und 3,5 Stunden Fahrt an – darauf habe ich heute bei schönstem Wetter Lust! Nach drei Stunden in die Pedalen treten folgt dann die Ernüchterung. Es sind 30 km geschafft – das bedeutet im Umkehrschluss, ich habe erst die Hälfte nach der vollen Zeit hinter mir. Und das schlimmste: Ich bin so langsam gut erschöpft und es sind nochmal weitere 30 km zu radeln! Bin ich wirklich so unsportlich, frage ich mich, während ich bergauf nach Luft schnappe (und mich zugegeben ernsthaft freue, bei meinem Tempo nicht rückwärts zu rollen).
Die Antwort sollte nach insgesamt 6,5 Stunden Fahrt ganz klar „JA“ lauten. Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie die Handy-Applikation die Distanzen berechnet. Doch mit normalem Rad und Gepäck, sowie die mit steigender Fahrtzeit abnehmender Kondition, Steigungen und Gegenwinden, ziehe ich den Schnitt nicht nur ein bisschen, sondern gewaltig runter. Am Ende bin ich trotzdem sehr stolz, dass ich das Ziel erreicht habe, hat sich auch echt gelohnt! Denn der Platz hat so gar nichts von Camping und ganz viel von Natur pur. Genau nach meinem Geschmack also!

Zehn Meter vom Strand an der Elbe schlage ich im Grünen mein Zelt auf.

Spätestens jetzt zahlt sich meine herbsttaugliche Ausrüstung aus: Die Nächte werden klarer und damit auch kälter. Ich habe das passende Equipment für entsprechende Übernachtungen dabei. Eine Isomatte in Waffeloptik ist leicht zu transportieren, schnell aufgepustet und isoliert perfekt zwischen Boden und Schlafsack. Der Schlafsack selber ist für Temperaturen bis 0 Grad ausgelegt. Außerdem gibt es noch einige Kniffe, die für ein wohlig warmes Kuschelgefühl essentiell sind:
  • Warme Füße bekomme ich durch Thermosocken und dicke Schafsfellpuschen.
  • Thermounterwäsche trage ich unter meiner Jogginghose, sowie einer Softshelljacke und einem Norwegerpulli.
  • Als Outdoor-Fans wisst ihr bestimmt, dass etwa 80% der Körperwärme über den Kopf entweicht, weshalb eine dicke Wollmütze nicht fehlen darf.
  • Gelernt habe ich, dass beim Zelt die Angabe der Wassersäule ausschlaggebend ist. Mein Zelt hat eine Wassersäule von 3000 mm und sein Boden besitzt 5000 mm. Ab 2500 mm seid ihr gut gegen Nässe geschützt. Alles darüber hinweg ist geeignet, um einen herbstlichen Schauer trocken zu überstehen.

 

Meine Packinglist für wenig Gepäck und Zelten im Herbst: 

Trocken und warm zu bleiben ist beim Zelten im Herbst wirklich essentiell. Der Übersicht halber habe ich für euch nun folgend meine Packinglist für euer Abenteuer in der dunkleren Jahreszeit zusammengestellt:

Weiteres Zubehör:

Fahrrad-Ausrüstung:

The following two tabs change content below.
Vicky Wanka
Ich bin Vicky Wanka, 32 Jahre alt und seit knapp 10 Jahren Bloggerin. Meine Follower schätzen meine unkonventionelle Art und Weise, Dinge zu hinterfragen und neu anzugehen. So habe ich meine Festanstellung aufgegeben, um mein Hobby zum Beruf zu machen und studiere nun seit einem Jahr zusätzlich noch Politik. Durch Corona fielen meine Aufträge als Bloggerin weg. In der Krise habe ich die Chancen gesucht und gefunden: Ich habe mich gefragt, was ich nun tue, wenn sich mein beruflicher Weg nicht erholt? Und nun mache ich das, worauf ich schon lange Lust habe: Ich habe meine Wohnung gekündigt, meine Sachen verkauft, verschenkt und den Rest eingelagert und radle mit Zelt durch Deutschland.