Es kommt doch alles anders als geplant

Wie ihr dem Titel schon entnehmen könnt, verliefen die letzten Tage auf meiner Tour nicht so ganz wie gewollt. Warum ich mit abgebrochenem Zahn in Hamburg gewesen bin, erfahrt ihr im heutigen Update:

Inzwischen habe ich mich super eingegroovt.

Ja, wir sind ‘ne richtige kleine Gang geworden, mein Fahrrad, das Zelt und ich mit Kurs an der Elbe entlang. Ich radle mitten durch die Natur, Naturschutzgebiete, über Deiche, vorbei an Fachwerkhäusern und hübsch aufgeräumten Höfen, die mit angebautem Café das ein oder andere Mal zum Rasten einladen. Ein aufploppender Arzttermin und das Angebot meines Freundes, mich bei seinem Besuch die zwei Stunden Autofahrt Richtung Norden mitzunehmen, stimmen mich kurz nachdenklich. Sollte ich den Termin lieber verschieben und weiterradeln? Oder nutze ich den angesagten Starkregen, um kurz zum Arzt zu gehen?  Ich entscheide mich für einen Abstecher zum Arzt, um danach direkt wieder mit der Bahn zu meinem am Hitzacker Bahnhof abgestellten Rad zurück zu fahren.

Kurz vor der Rückfahrt Richtung Hitzacker bricht dann tatsächlich mein Schneidezahn ab und wirft meine ganze Planung über den Haufen!

Doch das passiert, ist auch nicht weiter schlimm, da ich es sowieso nicht ändern kann. Ich verbringe die Zeit mit meinem Freund, wir planen unseren nächsten Trip und dann, zwei Tage später, nach dem Zahnarzt-Termin, geht es endlich – bei Hagel – zurück zu meinem Rad.
 Aufgrund der Wetterlage entscheide ich mich dafür, in einer Art Glamping-Unterkunft (Wort setzt sich aus Camping und Glam zusammen, was für ein angenehmeres Camping steht) zu übernachten und erst die kommenden Tage zurück ins Zelt zu ziehen. Obwohl Regen im Zelt sogar ganz gemütlich ist, vermeide ich ein Aufbauen bei Regen, da ich es unangenehm finde, wenn der Innenstoff nass wird und schlecht trocknet.
Ich habe die Zeit zwischen den Ärzten übrigens genutzt, um meine Fahrradtasche umzupacken. Mit ungefähr 14km/h stelle ich nicht wirklich neue Geschwindigkeitsrekorde auf, was mitunter durch eine Minimierung des Gepäcks erheblich verbessert werden kann.

Die XL-Tasche bietet aufgrund ihrer Dreikammern-Logik viel Platz.

Die Tasche oben ist ein Rucksack. Wenn ich zwischendurch in den Supermarkt gehe, bringe ich hierin Sachen unter, die ich ungern unbeaufsichtigt draussen lasse und kann den Rucksack ganz einfach via Reißverschluss ab- und mitnehmen.
Nun freue ich mich auf weitere Tage auf diesem kleinen Abenteuer, das nicht viel Aufwand braucht. Ich hoffe, dass mich einige milde Tage und Nächte erwarten. Denn trotz all der ungeplanten Wendungen – oder genau deswegen – ist diese Tour jetzt schon ein einmaliges Erlebnis, welches ich kurz vor dem Winter mitten in der Natur sehr genieße.
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Vicky Wanka
Ich bin Vicky Wanka, 32 Jahre alt und seit knapp 10 Jahren Bloggerin. Meine Follower schätzen meine unkonventionelle Art und Weise, Dinge zu hinterfragen und neu anzugehen. So habe ich meine Festanstellung aufgegeben, um mein Hobby zum Beruf zu machen und studiere nun seit einem Jahr zusätzlich noch Politik. Durch Corona fielen meine Aufträge als Bloggerin weg. In der Krise habe ich die Chancen gesucht und gefunden: Ich habe mich gefragt, was ich nun tue, wenn sich mein beruflicher Weg nicht erholt? Und nun mache ich das, worauf ich schon lange Lust habe: Ich habe meine Wohnung gekündigt, meine Sachen verkauft, verschenkt und den Rest eingelagert und radle mit Zelt durch Deutschland.