Handarbeit made in Europe: Alles, was du über McKINLEY-Wanderschuhe wissen musst

Über 6.000 Meter ist er hoch. Er überragt alle anderen Gipfel in Nordamerika. Die Rede ist vom Mount McKINLEY, dem Berg, der unserer Outdoor-Marke McKINLEY ihren Namen gab. Seit 2015 heißt der Berg zwar wieder Denali, an dem Namen unserer Marke hat sich jedoch nichts geändert. Die Umbenennung war ein Geschenk des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama an die Ureinwohner Alaskas. In deren Sprache bedeutet Denali übrigens “der Große”. So viel zum Hintergrund.

Woher der Name McKINLEY kommt, weißt du nun. Aber weißt du auch, dass McKINLEY eine Eigenmarke von INTERSPORT ist? Dass ein großer Teil unserer Wanderschuh-Modelle mittlerweile in Europa unter höchsten Produktionsstandards angefertigt wird? Dass unglaublich viele Arbeitsschritte in so einem Schuh stecken? Ich habe mich mit unserem Produktmanager Bernhard Kalt darüber unterhalten und sehr interessante Dinge erfahren…

Zunächst einmal: Auf was kommt es bei Wanderschuhen an? Auf die Qualität natürlich! Schließlich ist der Wanderschuh ja dazu da, dass du sicher auf deiner Route entlanglaufen kannst, nicht umknickst und nicht ausrutschst. Außerdem muss so ein Wanderschuh bequem sein, denn Blasen sind das letzte, was du auf deiner Tour gebrauchen kannst. Und gut aussehen sollte er im besten Fall auch noch.

Wanderschuh-Produktion in Europa

Wie schaffen wir es nun, genau so einen Schuh zu produzieren? Das erklärt mir Bernhard Kalt, unser Produktmanager für den Bereich Outdoor. Er besucht etwa alle zwei Jahre die McKINLEY- Produktionsstätten in Europa. In Italien und Rumänien werden inzwischen 46 unserer Schuhmodelle angefertigt. Vor drei Jahren wurden gerade mal drei Modelle in Europa produziert.

Der Anteil soll weiter steigen. Denn die Mitarbeiter in den europäischen Fabriken sind Experten auf dem Gebiet der Schuhproduktion. Sie haben das Know How und konzentrieren sich schon jahrelang auf dieses Produkt. Zudem kennen sie sich aus mit Wanderschuhen. Die Menschen wissen, worauf es ankommt.

Entdecke unsere Wanderschuhe von McKINLEY

Vorzeigebetrieb in Rumänien

Bernhard besucht die Produktion regelmäßig. Wie die Mitarbeiter auf ihn wirken, will ich wissen. Es herrsche eine “gute Stimmung” vor Ort. Den Mitarbeitern gehe es gut. Bernhard erzählt mir, dass wir die höchsten Produktionsstätten-Zertifizierungen erfüllen was Gehalt, Arbeitsstunden, Sicherheit, Sauberkeit, Luftreinigung und Heizung angeht. Die Fabrik in Rumänien sei sogar ein echter Vorzeigebetrieb. Investoren schauen sie sich regelmäßig als Positivbeispiel an. Immer mehr Firmen wollen in Europa produzieren. Fachkräfte sind also gefragt. Mitarbeiter, die sich mit dem Produkt auskennen und auch mal Verbesserungsvorschläge einbringen. Dementsprechend gute Bedingungen muss man ihnen bieten.

Weitere Vorteile der Europa-Produktion sind natürlich die kurzen Transportwege und die damit verbundenen schnelleren Lieferungen, die Umwelt wird entlastet und Umweltschutzvorgaben können in den europäischen Fabriken leichter umgesetzt werden als in Asien.  

Mehr zur Produktion in Europa erfährst du in diesem Interview mit Bernhard.

In den Schuhen stecken “unglaublich viel Handarbeit und Wissen”

Man glaubt es ja nicht, aber in so einem Wanderschuh stecken 130 bis 170 Arbeitsschritte. Zum Beispiel wird das Leder (das wir ebenfalls aus Europa beziehen) bzw. das Obermaterial angeschliffen, bevor die einzelnen Schichten übereinander gelegt und schließlich geklebt werden. Ohne das Anschleifen würde der Schuh am Ende super dick werden.

So ein Schuh ist aufgebaut “wie ein Legogebäude”, sagt Bernhard. Da muss von Grund auf alles stimmen, damit am Ende ein gutes Produkt herauskommt.

Bei Schuhen mit AQX-Konstruktion aus Europa wird übrigens bei jedem einzelnen Paar geprüft, ob es wasserdicht ist. Dazu wird die wasserdichte AQX Membrane Sockenkonstruktion in ein Wasserbad getaucht, erklärt mir Bernhard. Steigen Luftbläschen auf, ist der Schuh nicht wasserdicht und kann nicht weiterverarbeitet werden. 

Das Ganze sieht vor Ort so aus..

McKINLEY

Goretex-Lizenzen

Wir nutzen übrigens die gleichen Maschinen und den gleichen Mitarbeiterstamm wie Goretex. Denn die Fabriken, mit denen wir zusammenarbeiten, haben eine Lizenz von Goretex und produzieren viele Goretex-Modelle von namhaften Outdoorfirmen. Hinzu kommt: Ein Mal im Monat kontrolliert Goretex unangekündigt die Fabriken – wodurch hohe Qualitätsstandards sichergestellt werden.

McKINLEY Wanderschuhe

Woran bei Wanderschuhen gearbeitet wird

Die Arbeiter sind also happy und die Standards sind super. Was aber wird getan, damit die Wanderschuhe stets besser werden?

  • An den Sohlen wird ständig gearbeitet. Denn die müssen natürlich für Grip und einen guten Halt sorgen. Dabei darf die Sohle nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Sie muss gut und lange halten. Übrigens sind die Sohlen von drei McKINLEY-Modellen, die in Europa gefertigt werden, erneuerbar. Das heißt, du kannst sie einschicken und bekommst deine Lieblingsschuhe mit neuen Sohlen zurück.
  • Optimierungen werden auch immer an den Leisten vorgenommen. Die müssen natürlich zu europäischen Füßen passen. Wusstest du, dass sich diese fortwährend verändern? Sie sind im Laufe der Jahre immer größer geworden. Deswegen wollen wir bei McKINLEY auch die Größe 43 bei Damen und 47 bei Herren einführen. 2020 soll es sogar die ersten 48er Größen für Herren geben. Bernhard erzählt mir, dass bei den Frauenschuhen die Größe 42 viel öfter verkauft wird als die Größe 36.
  • Was ich außerdem vor meinem Gespräch mit Bernhard nicht wusste: Die Ferse ist bei den Damen-Wanderschuh-Modellen immer ein bisschen höher. Denn ein Großteil der Frauen hat eine verkürzte Achillessehne. Das kommt u.a. durch das Tragen von hohen Schuhen.
  • Gearbeitet wird auch ständig an neuen Beschlägen und Haken für die Schuhe.
  • Im Winter sind Dämmungsmaterialien natürlich ein wichtiges Thema.
  • Wenn es um Komfort und Dämpfung geht, spielen die Innensohlen eine wichtige Rolle.
  • Was die Farben angeht, wird natürlich auf Trends geachtet. Deswegen gibt es mittlerweile ein Frauenmodell in einem wunderschönen Beerenton. Allgemein sind allerdings die Farben anthrazit, schwarz und braun immer noch am meisten gefragt – sie lassen sich einfach leichter zu verschiedenen Outfits kombinieren.
    Farbliche Applikationen werden außerdem gerne gekauft. Bernhard verrät mir im Zuge dessen, dass es die Menschen in Süddeutschland und Österreich farbig mögen, während die Norddeutschen lieber auf gedeckte Farben setzen.

Wanderausrüstung findest du auf INTERSPORT.de

Unsere Wanderschuh-Empfehlung

Nach der Konzeption und Produktion werden die Schuhe natürlich auch einem Test unterzogen. Jedes Jahr wandern Bernhard und sein Team in den Modellen und merken so schnell, woran noch gearbeitet werden muss oder was schon super funktioniert. Bernhards Empfehlung für die neue Saison: der Trekkingstiefel Annapurna AQX.

McKINLEY Wanderschuh

Annapurna AQX: “Der Robuste für Bergtouren”

  • hochwertiges Leder aus Europa, atmungsaktives Mesh
  • höherer Schaft unterstützt den Knöchel
  • Neopreneinsatz sorgt für mehr Entlastung beim Bergabgehen
  • montierte Sohlenkonstruktion – wiederbesohlbar
  • Vibram-Außensohle gewährleistet hervorragenden Grip – Eine sehr erfahrene Wanderführerin beim INTERSPORT Gipfeltreffen 2018 schwärmte auf der Tour zur Haaralmschneid von diesen Sohlen, die dich auch bei Regen nicht ins Rutschen bringen.
  • sehr gute Sohlensteifigkeit
  • Aquamax – wasserdicht und atmungsaktiv 
  • Ortholoite-Einlegesohle: bequem und schnelltrocknend

Pflegetipps für deine Wanderschuhe findest du hier

So und jetzt wünschen wir dir viel Spaß bei deiner nächsten Wandertour – vielleicht sogar in einem McKINLEY-Schuh?

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Melanie Melzer
Melanie ist Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Ihre große Leidenschaft ist es, die Welt zu bereisen. Genau das hat sie auch 2 Jahre lang getan. Über ihre Erlebnisse berichtet sie auf ihrem Blog "travel2eat.de".