Hüttentour im Allgäu: Leki-Wanderstöcke im Test

Besonders sexy sind sie nicht. Aber beliebt auf jeden Fall. Und dazu extrem hilfreich. Fast sogar schon lebensrettend, könnte man sagen. Die Rede ist von Wanderstöcken. Ich durfte das Damenmodell MVC Lady von Leki bei meiner Hüttentour im Allgäu testen.

Wie hilfreich Stöcke auf Wandertouren sein können, habe ich im vergangenen Jahr am eigenen Leib erfahren müssen. Und zwar an einer sehr rutschigen und gefährlichen Stelle am Berg. Auf unserer jährlichen Hüttenwanderung hatten meine Mädels und ich am Aufstiegstag ziemliches Pech. Den ganzen Weg hinauf zur Blümlisalp auf 2.840 m hat es in Strömen geregnet. Dementsprechend matschig waren die Wege. 

Normalerweise ist das kein großes Problem, denn ich habe sehr gute Wanderschuhe von Merrell mit einer Vibram Sohle, die mich so schnell nicht ins Rutschen bringt. Aber an dieser einen Stelle hatten wir vier dann doch ein Problem, denn der schlammige Weg verlief direkt an einem steilen Abhang. Ausrutschen hätte hier Absturz bedeutet. Nur zwei von uns hatten Stöcke dabei, die wir dann auf alle vier aufgeteilt haben. Das sollte mir eine Lehre sein.

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Leki-Wanderstöcke

Leki-Wanderstöcke MVC Lady im Test

In diesem Jahr bin ich also mit Wanderstöcken losgezogen. Ich durfte die Stöcke Micro Vario Carbon Lady testen. Es ging von Oberstdorf hinauf zur Kemptener Hütte – bei strahlendem Sonnenschein. 

Meine Freundinnen waren ebenfalls mit Stöcken ausgestattet. Zwei haben Knieprobleme und wollen daher nicht mehr auf diese Unterstützung beim Laufen verzichten. Aber auch bei den meisten anderen Wanderern – egal ob jung oder alt – entdecke ich Stöcke. Die Marke Leki ist überall präsent. 

Was ich an meinem Testmodell besonders gut finde: Die Wanderstöcke lassen sich klein zusammenfalten (40 cm Packmaß) und entsprechend praktisch am Rucksack verstauen. So stören sie mich überhaupt nicht beim Laufen. Die Schutztasche verhindert außerdem, dass die spitzen Enden herausragen.


Ebenfalls super praktisch ist das Gewicht der Stöcke: Mit gerade mal 230 Gramm wiegen sie fast nichts und beschweren meinen gut gefüllten McKINLEY-Wanderrucksack nicht zusätzlich.

Obwohl ich mich bislang nicht wirklich mit Wanderstöcken anfreunden konnte, habe ich sie dann doch mal ausgepackt. Zunächst einmal: Für Stöcke sehen sie sehr hübsch aus – dieses Feedback haben mir auch meine Freundinnen gegeben. 

Der Griff ist schön weich und liegt perfekt in der Hand. Daran rubel ich mir meine Hände bestimmt nicht wund. Die Schlaufe für die Hand ist ebenfalls aus einem angenehmen Material, das nicht kratzt. Sie lässt sich mit dem so genannten Speed-Lock-System verstellen. Ich habe mich allerdings ein bisschen schwer damit getan, den Hebel zu lösen, um das Band zu verstellen. 

Außerdem sind die Faltstöcke (relativ) leicht zusammenzubauen und einzustellen. Ich habe nicht sofort verstanden, dass ich sie mit dem kleinen silbernen Hebel fixieren und beim Zusammenpacken sehr schnell wieder lockern kann (er löst die Seilspannung per Knopfdruck). Dieser Hebel ist am so genannten External Locking Device System (ELD) angebracht. 

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Wanderstöcke richtig einstellen

Meine Teststöcke musste ich nach dem Auspacken und Zusammenbauen natürlich erstmal auf meine Körpergröße anpassen. Sie sind stufenlos verstellbar auf eine Länge von 100 bis 120 cm. Ich selbst bin 163 cm groß.

Grundsätzlich sollten Stöcke “die Technik des Aktiven unterstützen, vor Fehlbewegungen schützen, mögliche Stürze abfangen und die Kraft optimal übertragen” heißt es bei Leki. Das geht aber nur in der richtigen Länge. 

Leki empfiehlt auf der Ebene die Grundstocklänge einzuellen. Dazu sollte der Arm ungefähr im rechten Winkel sein. Bergauf können die Stöcke 5 bis 10 cm kürzer eingestellt werden, bergab 5 bis 10 cm länger. Die Stocklänge wird von der Spitze bis zum Stockende gemessen. Hier geht’s zum Stocklängenberater von Leki: https://www.leki.com/de/die-richtige-stocklaenge/ .

Alles in allem war ich sehr zufrieden mit den Wanderstöcken – auch wenn ich sie nach wie vor nicht während der gesamten Wanderung nutze. Ich fühle mich aber auf jeden Fall sicherer mit ihnen.

Sehr empfehlen kann ich übrigens auch die Wanderung von Oberstdorf hinauf zur Kemptener Hütte (1.846 m). Von da aus sind es noch etwa 1,5 Stunden hinauf bis zum Gipfel, dem Mutlerkopf (2.366 m). Die Landschaft ist wunderschön und der Ausblick der Wahnsinn!

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Faltstock-Pflege

Zu guter Letzt: die Pflege. Leki empfiehlt, die Faltstöcke nach dem Gebrauch auf die maximale Länge einzuspannen, wenn sie nass oder feucht geworden sind. Dann kannst du sie einfach mit einem trockenen Tuch abputzen. Vergiss dabei nicht, auch die Hülsen und Verbindungszapfen zu trocknen.

Ist alles wieder sauber, lagerst du deine Stöcke gefaltet und in einer trockenen Umgebung. 

Mehr Details zu den Damen-Faltstöcken kannst du dir im Video anschauen…

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Melanie Melzer
Melanie ist Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Ihre große Leidenschaft ist es, die Welt zu bereisen. Genau das hat sie auch 2 Jahre lang getan. Über ihre Erlebnisse berichtet sie auf ihrem Blog "travel2eat.de".
Melanie Melzer

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