Inside INTERSPORT: Was dort passiert, wo die Kunden nicht hinkommen

Pakete über Pakete und noch mehr Pakete. Wenn der DPD-Mann kommt, verwandelt sich der Wareneingang von INTERSPORT Begro in Marburg-Wehrda in ein Meer aus Kartons. Zwei Mitarbeiter nehmen die Pakete vom LKW entgegen, scannen sie ein und holen die Lieferscheine raus. An manchen Tagen kommen über 200 Pakete. Deren Inhalt landet dann als erstes bei den 17 Frauen, die der Warenannahme, arbeiten und Etiketten auf Jacken, Hosen und Co. kleben.

Wurde eine falsche Größe, zu wenig oder zu viel angeliefert – die 17 Frauen im Wareneingangs-Team von Cornelius, der von allen eigentlich nur Junior genannt wird, merken das und geben die Meldungen an Sarah weiter. Die sitzt im Büro nebenan und druckt Etiketten, kümmert sich um Lieferscheine und Kunden-Reklamationen. Diese werden übrigens kulant angenommen. Der Kunde ist hier wirklich König.

INTERSPORT Begro

Sport auf 2.500 m² – seit 1996

Junior ist zusammen mit Dirk Hartmann, dem Leiter von INTERSPORT Begro, der dienstälteste Mitarbeiter. 1996 wurde die Filiale eröffnet. Heute können die Kunden auf 2.500 m² shoppen. Ob Fitness-Bekleidung von Top-Marken wie Nike, adidas, Puma, Under Armour, ENERGETICs und Co., Saisonware wie Winterbekleidung und Bademode oder Outdoor-Ausrüstung, die auf der gesamten zweiten Etage verteilt ist – das Sportangebot ist riesig. Dirk Hartmann würde gerne noch mehr Ware unterbringen, aber ihm fehlt der Platz.

Platzprobleme, die kennt auch Vicky. Sie ist Teamleiterin im Textil-Verkauf. Zu ihrem Job gehört aber viel mehr als Kunden zu beraten, die Ware aufzuhängen und sich um ihre Verkäufer zu kümmern. Sie putzt auch jeden Morgen die Spiegel in den Umkleidekabinen, saugt manchmal sogar die Teppiche und kümmert sich um herumliegende Etiketten. Im Lagerraum bastelt sie auch gerne mal an Kleiderständern herum, weil sie beispielsweise mehr Jacken präsentieren will. Mit ein paar Handgriffen bringt sie noch eine Stange an und kann so mehr Ware aufhängen.

Wer über die Ware im Store entscheidet

Welche Ware es überhaupt auf die Fläche in Marburg schafft – darüber entscheidet Timo. Er ist einer von drei Einkäufern und ordert die Ware in verschiedenen Terminen mit verschiedenen Marken. Da kann es auch mal vorkommen, dass sich die Preise ändern. Ist das der Fall, gibt er das in seine Excel-Tabelle ein. Einen Tag später hat Sarah dann auch schon das neue Etikett gedruckt und Vicky überklebt im Store das alte.

Der Kunde bekommt von alldem nichts mit. Er wird in dem sehr übersichtlichen Geschäft von allen Mitarbeitern freundlich begrüßt und beraten. Entscheidet er sich für ein Kleidungsstück oder Schuhe kommt er zwangsläufig zu Conni. Sie ist die Hauptkassiererin bei INTERSPORT Begro – und das mit Leidenschaft. Viele Kunden kennt sie persönlich.

Fun Fact: Code 17

Sollte Conni oder eine ihrer Kolleginnen mal krank sein oder auf “17” müssen, kann auch Sarah oder ein anderer Mitarbeiter die Kasse bedienen. Der Code 17 steht übrigens für “Ich geh mal auf die Toilette”. Aber weil man das ja vor den Kunden nicht unbedingt sagen sollte, gibt es eben Code 17.

Vicky und ihr Team müssen sogar öfter mal ihre Verkaufsfläche verlassen, um bei Junior und seiner Mannschaft im Wareneingang nach neuer Ware zu schauen. Gibt es welche, wird diese mit nach vorne genommen, auf Bügel gehängt, gesichert und schließlich ein Plätzchen für sie gefunden.

Im Wareneingang in Marburg-Wehrda kommen allerdings nicht nur Pakete für die Filiale vor Ort an, sondern auch für die anderen Häuser in der Umgebung. Dazu zählen Gießen, Limburg, Schmallenberg, Biedenkopf, Bad Berleburg und Dillenbrug. Begro – das steht übrigens für Bekleidungsgroßhandel. INTERSPORT Begro ist Teil der Unternehmensgruppe Begro & Krug, zu der auch die Modehäuser Begro und Krug gehören.

INTERSPORT Begro

Von Marburg aus steuert Begro neben dem Wareneingang und dem Einkauf auch das Marketing. In der Abteilung kümmert sich Lisa (Foto) hauptsächlich um das Modehaus Begro und Elli um INTERSPORT Begro. Sie vermarkten die Ware, die am Wareneingang bei Junior ankommt und am Ende bei Conni an der Kasse landet, in Prospekten oder online über Facebook– und Instagram. Dabei bedienen sie sich auch an Vorlagen, die in der Heilbronner INTERSPORT Zentrale erstellt werden. INTERSPORT Begro ist einer von über 900 INTERSPORT-Händlern, die mit etwa 1.500 Stores in ganz Deutschland verteilt sind.

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Melanie Melzer
Melanie ist Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Ihre große Leidenschaft ist es, die Welt zu bereisen. Genau das hat sie auch 2 Jahre lang getan. Über ihre Erlebnisse berichtet sie auf ihrem Blog "travel2eat.de".