INTERSPORT Gipfeltreffen: Alle Infos zum Trend-Thema E-Bike und ein Test-Bericht

E-Biken habe definitiv Suchtpotenzial – so steht es in unserer Broschüre zum INTERSPORT Gipfeltreffen, dem großen Outdoor-Testevent, das am Wochenende in Ruhpolding, in der Nähe des Chiemsees, stattgefunden hat. Auch ein breites Lächeln, das den ganzen Tag anhält, wird versprochen.

Nach meinem allerersten E-Bike-Schnupperkurs im Rahmen des Events kann ich nun sagen: Ein Mountainbike mit Elektromotor-Unterstützung hat definitiv seine Vorteile – v.a. beim bergauf fahren – und bringt eine Menge Spaß. Gute 30 Kilometer bin ich mit dem eLite MTB 2.8 Lady von GENESIS bei strahlendem Sonnenschein unterwegs gewesen – trotzdem war ich am Ende nicht total verschwitzt und fertig. Der sportliche Aspekt ist bei mir trotzdem nicht zu kurz gekommen, denn ich bin nicht die ganze Zeit mit Turbo-Unterstützung gefahren, sondern oft im Eco-Modus, der niedrigsten Unterstützungsstufe.

Und wie funktioniert das nun?

First things first: Der Akku sollte aufgeladen sein. Darüber sollte dir dein Bike Auskunft geben, sobald du den “Ein”-Knopf am Display gedrückt hast. Manche Akkus kannst du übrigens herausnehmen und bequem daheim laden.

Die Bedienung von so einem EMTB – also einem E-Mountainbike – ist wirklich super einfach. Wichtig: Nur, wenn du das Display einschaltest, springt der Motor auch an. Danach kannst du mit + und – individuell entscheiden, mit welcher Unterstützungsstufe du fahren möchtest. Sobald du in die Pedale trittst (denn das musst du auch bei einem E-Bike), spürst du einen sanften Schub vom Motor. Du kannst mit so einem Fahrrad bergab locker auf 50 km/h kommen. Einige Gipfeltreffen-Teilnehmer kamen sogar auf 70km/h.

Die Grenzen des Motors liegen laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) bei 250 Watt und 25 km/h – bis dahin besteht auch keine Helmpflicht. Bei dieser Geschwindigkeit schaltet der Elektromotor dann ab. Bei höherer Leistung würde das E-Bike als Motorrad gelten – und damit andere Bestimmungen, was z.B. den Führerschein angeht.

GENESIS E-Bike

Ausrüstung: Fahrradbekleidung und -Handschuhe

Einen Helm solltest du trotzdem unbedingt tragen – v.a., wenn du in den Bergen unterwegs bist. Außerdem rate ich zu einer Fahrradhose. Ja, wir wissen, sie sieht nicht super sexy aus. Aber so eine Radhose hat einige Vorteile: Die gepolsterte Einlage, verhindert zum Beispiel wunde Stellen am Po. Radsport-Shirts lassen dich bei einer schweißtreibenden Fahrt atmen und transportieren Feuchtigkeit von deinem Körper weg. Achtung: Kalkuliere bei der Kleiderwahl immer den Fahrtwind mit ein. Der kann dich auch im Hochsommer schnell zum Frösteln bringen.

Eine Sonnenbrille bzw. Fahrradbrille und Fahrrad-Handschuhe empfehle ich ebenfalls sehr. Halbfinger-Handschuhe sind am meisten verbreitet – so war es auch beim Gipfeltreffen in Ruhpolding. Aber Fingerhandschuhe schützen deine Hand im Falle eines Sturzes viel besser.

Radhandschuhe schützen dich aber nicht nur vor Abschürfungen, sondern sie verhelfen dir zu einem besseren Grip am Lenker. Mit verschwitzten Händen kannst du diesen – und v.a. auch die Bremsen – nicht so gut bedienen. Anatomisch positionierte (Gel-)Polster in der Innenhand reduzieren Druck und Vibrationen auf Handballen bzw. den Karpaltunnel (der Nerv an der Außenseite des Handtellers). Achte darauf, dass deine Handschuhe elastisch sind und deine Hand exakt umschließen. Das Obermaterial sollte viel Luft durchlassen (Elastan/Mesh); im Winter allerdings mit Windstopper-Material ausgestattet sein. So bleibt die kalte Luft von deinen Händen fern.

Sinnvolle Details:

  • Loops” als Ausziehhilfe an den Fingern
  • Whiper” am Daumen: Das ist ein Materialeinsatz aus Fleece, mit dem du Regen oder Dreckspritzer von deiner Brille oder deinem Bordcomputer wischen kannst.
  • Touchscreen-fähiges Material am Zeigefinger ermöglicht es dir, dein Smartphone zu benutzen, ohne erst die Handschuhe ausziehen zu müssen.

 

 

Trinken nicht vergessen: Zur Ausrüstung gehört natürlich auch immer ausreichend Wasser. Warum es wichtig ist, viel zu trinken (auch im Büroalltag), haben wir in unserem “Viel hilft viel”-Beitrag für dich zusammengefasst. Dazu bekommst du Tipps, wie du es schaffst, mehr Wasser zu trinken.

 

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Nach meiner dreistündigen Testtour beim INTERSPORT Gipfeltreffen hatte der Bosch-Akku meines GENESIS-Test-E-Mountainbikes gerade mal einen Ladebalken weniger. Anderen Teilnehmern fehlten zwei Balken, weil sie eben länger im Turbo-Modus unterwegs waren. Generell hängt es von vielen Faktoren ab, wie weit du mit deinem Motor kommst. Dazu zählen neben der Unterstützungsstufe (Eco, Tour, Sport oder Turbo) u.a. auch dein Gewicht, die Windverhältnisse, das Gelände, deine Körperhaltung, deine Trittfrequenz und das Alter deines Akkus. Je nach Hersteller, Nutzung und Pflege ist ein Akku unterschiedlich lange haltbar. 

So kannst du die Lebensdauer deines Akkus erhöhen:

  • trocken bei Zimmertemperatur lagern – ideal sind bis zu 20 Grad Celcius
  • vor Sonneneinstrahlung schützen: das E-Bike nicht in der prallen Sonne abstellen und auch bei Minusgraden nicht draußen stehen lassen
  • verwende immer das Ladegerät des Herstellers
  • möglichst nach jeder Fahrt den Akku erneut aufladen
  • Kälte reduziert die Leistungsfähigkeit des Akkus: den abnehmbaren Akku im Winter also im Haus lagern und erst kurz vor Fahrtbeginn wieder befestigen
  • regelmäßig mit einem feuchten Lappen putzen
  • Kontakte sauber halten

E-Bikes sind voll im Trend

Die Entwicklung des Markts für E-Bikes sei rasant, sagt Claus Fleischer, Geschäftsleiter von Bosch E-Bikes. “Wir halten es für realistisch, dass in zehn Jahren jedes zweite neu verkaufte Fahrrad in europäischen Kernmärkten ein E-Bike ist.” Österreich zählt zu den Vorreitern – mit einem Marktanteil von über 20% in 2016 – und ist nach Holland und Belgien auf Platz drei der Länder mit dem größten Absatz bei E-Bikes (2016, laut Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs VSSÖ).

GENESIS E-Bike

 

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E-Bike ist nicht gleich E-Bike

So ein Fahrradkauf will gut überlegt sein. Schließlich soll das Rad am Ende nicht nur im Keller auf seinen Einsatz warten, sondern tatsächlich gefahren werden. Lass dich im Fahrradgeschäft also gut beraten, stelle viele Fragen bzw. gib genaue Antworten und überleg dir sehr gut, wie oft und wann du das Rad brauchst. Und keine Angst – ein E-Bike ist längst nicht mehr nur ein “alte-Leute-Fahrrad”. Die Bikes sind auch bei jungen Actionfans sehr beliebt. Das hat mir auch die Resonanz beim Gipfeltreffen gezeigt. Ich war außerdem sehr von dem coolen Design mit den türkisen und violetten Elementen angetan.

E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Es gibt nämlich unterschiedliche Antriebssysteme.

  1. Mittelmotoren: Allroundantriebe, Position im Schwerpunkt, gut fürs Handling und Fahrverhalten, kombinierbar mit Naben- und Kettenschaltungen
  2. Nabenmotoren: leiser Motor, der direkt das Laufrad antreibt; Vorderrad-Nabenmotoren sind leicht und günstig, aber weniger Leistung
  3. Hinterrad-Nabenmotoren: sehr kraftvoll, aber nicht kombinierbar mit Nabenschaltungen, verschieben den Schwerpunkt des Rads ungünstig nach hinten, für Tourenräder geeignet

Die optimale Rahmenhöhe ist natürlich für das Handling des etwas schwereren Rads wichtig. Errechnen kannst du sie folgendermaßen:

  • Mountainbike: Innenbeinlänge x 0,57
  • Rennrad: Innenbeinlänge x 0,66
  • Cross-/Comfortbike: Innenbeinlänge x 0,67

Pro E-Bike

  • entspanntes Radfahren
  • Keine Ausreden mehr: Du kannst damit prima zur Arbeit fahren, ohne völlig fertig und verschwitzt anzukommen.
  • Generell kannst du auch bei größeren Entfernungen das Auto öfter stehen lassen. Der Motor im Fahrrad nimmt dir die Angst vor großen Strecken.
  • Coole Bordcomputer, die mittlerweile nicht nur die gefahrene Strecke und Geschwindigkeit anzeigen, sondern u.a. auch Funktionen für Routenplanung und Fitnessanwendungen haben. Manche verfügen auch über Tracking-Devices gegen Diebstahl.

Contra E-Bike

  • Für ein E-Bike musst du tiefer in die Tasche greifen.
  • Die Räder sind relativ schwer. Dafür hatte mein GENESIS-Test-Bike allerdings eine Unterstützung fürs Schieben.
  • Wartungs- und Pflegeaufwand ist etwas höher.
  • Du neigst vielleicht dazu, faul zu werden, weil du den Motor zu oft in Anspruch nimmst. Aber: Treten musst du trotzdem. Daher ist es auf jeden Fall besser/gesünder, als nur im Auto zu sitzen. 

Zur guter letzt noch ein letzter Ansporn, warum du aufs (E-)Rad schwingen solltest.

Radfahren ist gut für:

  • Herz-/Kreislaufsystem wird gestärkt
  • entlastet die Gelenke, weil das Fahrrad dein Gewicht trägt – ein Sport, den du bis ins hohe Alter ausüben kannst
  • Bereits eine Strecke von zehn Minuten mit dem Fahrrad versorgt die Gelenkknorpel laut adfc.de besser mit Sauerstoff und Nährstoffen. So kannst du Arthrose vorbeugen.
  • Viel effektiver für die Fitness und zugleich gelenkfreundlicher: “Einen leichteren Gang einlegen und dafür kontinuierlich treten“.
  • Je nachdem, wie intensiv du fährst, baust du Muskeln auf und verbrennst Fett. Mehr Muskeln sorgen dann auch für eine bessere Stoffwechselaktivität (auch im Ruhezustand).
  • Sport reduziert Stress und lässt dich besser schlafen.
  • Immunsystem wird gestärkt
  • Koordination und Balance werden gestärkt

Mehr Bilder vom INTERSPORT Gipfeltreffen findest du u.a. in unserer Highlight-Story auf Instagram.

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Melanie Melzer
Melanie ist Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Ihre große Leidenschaft ist es, die Welt zu bereisen. Genau das hat sie auch 2 Jahre lang getan. Über ihre Erlebnisse berichtet sie auf ihrem Blog "travel2eat.de".
Melanie Melzer

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