Interview: Vickys Reise mit dem Fahrrad

Vicky Wanka ist Bloggerin und interessiert sich besonders für die Themen Nachhaltigkeit und Reisen. Durch die Corona-Zeit kam sie auf die Idee, für einige Monate mit dem Fahrrad durch ganz Deutschland zu reisen. Ausgestattet mit dem Nötigsten verbringt sie Nacht für Nacht in ihrem Zelt und nimmt uns auf ihrem Abenteuer mit. 

Um Vicky besser kennenzulernen, hat sie für uns einige Fragen beantwortet:

 

1.Wie heißt du, wie alt bist du, wo kommst du her & was machst du sonst so, wenn du nicht gerade mit dem Fahrrad durch Deutschland fährst?

Ich bin Vicky und blogge über Nachhaltigkeit in der Mode, berichte ehrlich über meine Hautprobleme und beschäftige mich Corona bedingt nun auch mit Reisen durch Deutschland. Meine Follower schätzen an mir, dass ich oft neue Wege beschreite, Dinge hinterfrage und ehrlich und offen über alles berichte, was mich beschäftigt.

2. Wann beginnt dein Abenteuer & wie lange wirst du voraussichtlich unterwegs sein?

Ich starte Ende September und dann dauert die Tour so lange, wie sie sich für mich „richtig“ anfühlt – mal weg von unserer leistungsorientierten Gesellschaft lasse ich mich auf der Tour fallen und die Dinge fließen.

3. Hast du eine geplante Route/ ein bestimmtes Ziel auf deiner Reise?

Ich habe Lust, jeden Tag aufs Neue zu schauen, wie weit ich radeln möchte und an welchen Spots ich vorbeikomme, die zum Verweilen einladen. Auch hier höre ich auf meine Intuition, möchte ich entschleunigt unterwegs sein und vor allem den Moment genießen, ohne mich zu einem Ziel zu pushen. Doch ein Must-Do gibt es am Anfang für mich: Ich fahre an der Elbe entlang, weil ich das Wasser liebe und hier total abschalten kann!

4. Reist du alleine?

Ja! Ich reise sehr gerne alleine, denn selbst gewähltes Alleinsein ist ganz wundervoll und hat gar nichts mit Einsamkeit zu tun.

5. Wie lautet dein Motto für die Reise?

Mein Motto lautet: Die größtmögliche Freiheit liegt im Loslassen von der Idee, die wir von uns selbst haben.

Ausgelöst durch wegfallende Aufträge während der Coronazeit habe ich den Entschluss gefasst. Außerdem möchte ich nicht weiter uneingeschränkt und unüberlegt durch die Welt reisen, ohne dabei an die Gesundheit unserer schönen Erde zu denken. Stattdessen verbinde ich beides und kreiere im besten Fall ein neues Selbst daraus.

Ich habe von heute auf morgen meine Wohnung gekündigt, meine Sachen verkauft und verschenkt. Und nun mache ich einfach das, worauf mein Herz fernab der Vernunft Lust hat:

Mit Zelt und Rad los düsen, solange ich Lust habe und mit dem Wetter klarkomme!

6. Du beschäftigst dich privat viel mit dem Thema Nachhaltigkeit. War das Thema auch ein Grund für deine Reise mit dem Rad?

Ja! Ich bin früher jobbedingt viel gereist und habe bereits vor Corona entschieden, mein Verhalten diesbezüglich kritischer zu sehen und mich für die Idee zu öffnen, was es in der Umgebung für schöne Spots zu entdecken gibt. Die Reise mit Rad und Zelt ist ein Experiment und ich weiß nicht, ob ich es feiern oder verfluchen werde. Doch ich möchte versuchen mit dem Nötigsten zurecht zu kommen und vor allem meine Reichweite nutzen, um eine umweltfreundliche Reisealternative aufzuzeigen und eventuelle Berührungsängste vor Zelten – vor allem im Herbst – abzubauen.

7. Welche Herausforderungen könnten dir auf deiner Reise begegnen?

Ich bin sehr gespannt, wie sich das Übernachten im Zelt gestalten wird, ob es warm genug ist und wie gut ich mit wenig Gepäck klarkomme. Wenn ich reise, versuche ich mich meistens sowieso schon auf ein Minimum zu beschränken. Doch mit Rad überdenke ich natürlich doppelt, was ich mit meiner Muskelkraft durch die Gegend transportieren möchte –im besten Fall so wenig wie möglich. :-D

8. Wie plant man eine solche Reise? Was nimmst du alles mit?

Ich nehme nur das Nötigste mit und das sind Dinge, die ich definitiv brauchen werde. Ich habe mir eine Packinglist zusammengestellt und die Sachen bestellt. Es wird eine Übersicht der Sachen für euch folgen, die ich in einem Blogbeitrag veröffentlichen werde. Hier weiß ich dann auch mehr, ob es irgendetwas gefehlt hat, was ich noch hätte ergänzen müssen.

9. Ist es das erste große Abenteuer für dich? Wie sahen deine bisherigen Reisen aus?

Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen, frei nach dem Motto „Follow your fear“. Häufig vermeiden Menschen ja Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen. Zu Unrecht! Denn genau hier liegen die schönsten Abenteuer! Ich ticke da ganz anders und denke jedes Mal, wenn mich etwas fürchtet: Ich lasse mir doch von der Angst nicht vorschreiben, was ich machen möchte! Ich überwinde und hinterfrage mich und komme ins Tun. Und obwohl mir davon wirklich alle erlebten Situationen vorher schlaflose Nächte und Bauchschmerzen bereitet haben, wurde ich danach mit den besten Geschichten und Erfahrungen belohnt.

10. Hast du Reisetipps?

Ich reise super gerne zu Orten, die fernab dessen liegen, was alle anderen machen. Ob es statt der Ostküste die Westküste Australiens war oder auch „nur“ ein spontaner Trip an der niedersächsischen Nordseeküste entlang: Wenn man nicht weiß, was vor einem liegt, gibt es so viel zu entdecken. Ich freue mich schon, euch über den anstehenden Trip berichten zu können. Auf dem INTERSPORT-Blog wird es regelmäßige Updates geben und natürlich am Ende der Tour auch einen finalen Reisebericht.

 

In den nächsten Wochen werden wir Vicky auf ihrer Reise begleiten.

Außerdem könnt ihr sie auf ihrem eigenen Blog und Instagram-Account verfolgen. 

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Juliane Hoffmann

Juliane Hoffmann

Juliane ist Social Media & Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Sie liebt es, neue Orte und Menschen kennenzulernen und lebt ganz nach ihrem Motto: Du kriegst, was du gibst, wenn du tust was du liebst ♡