Speed Hiking: Alpines Wandern trifft auf Trailrunning

Der Frühling und das warme Wetter sind gleichzeitig auch der Startschuss dafür, mehr Zeit draußen zu verbringen. Während das Wandern jedes Jahr aufs Neue eine beliebte Outdoor-Aktivität darstellt, bringen wir euch heute das Speed Hiking näher. Wir klären, was es damit auf sich hat, welche Vorteile es mit sich bringt und worauf Anfänger achten sollten. 

Als Speed Hiking bezeichnet man das schnelle Wandern. Es ist eine Kombination aus dem alpinen Wandern und dem Trailrunning. Unterschiedliche Untergründe, von steinigem Gelände bis unebene Wege stehen beim Speed Hiking an der Tagesordnung. Hier kann es auch schnell mal weg von den üblichen Wanderwegen auf eigene Faust ins Gelände gehen. Das temporeiche Rucksackwandern wird mit schnellen, jedoch leichten Bewegungen auf langen Entfernungen bewältigt.  

Dabei sind beim Speed Hiking verschiedene Fähigkeiten wichtig. Zum einen sollte man sich selbst sehr gut einschätzen können. Das eigene Tempo finden, unebene Untergründe gekonnt bewältigen und sportliche Aspekte, wie Ausdauer und Kraft stehen hier im Vordergrund. Fähigkeiten im Bergwandern sind außerdem von Vorteil. Besonders in unbekanntem oder steilem Gelände. 

Die Vorteile des Speed Hikings

Der offentsichtlichste Vorteil ist natürlich der Fitnessaspekt. Durch die sportliche Betätigung werden die Ausdauer und die Kraft sowie der gesamte Körper trainiert. Die Kombination aus Glücksgefühlen, Erfolgserlebnissen und der körperlichen Fitness an der frischen Luft lässt das Energielevel automatisch ansteigen. Die Naturverbundenheit und das Umweltbewusstsein werden erhöht und haben ein gesünderes Leben zur positiven Folge.  

Auch die Fähigkeiten, bei Wetterumschwüngen oder unebenem Gelände zurechtzukommen gelten ganz klar als Vorteil. So lernst du Situationen und dich selbst besser einzuschätzen und kommst der Natur gleichzeitig ein Stück näher.  

 

Für alle Anfänger in diesem Sport empfehlen wir zu Beginn kürzere Strecken zu wählen und sich nach und nach zu steigern. Die Ausrüstung ist hier besonders wichtig. Durch die schnellen aber leichten Bewegungen im Speed Hiking solltest du dich für ein stabiles aber leichtes Schuhwerk entscheiden und bei der Bekleidung sehr flexibel und auf alle Wettergegebenheiten vorbereitet sein.  

Die Salewa-Tipps für die passende Ausrüstung

Welche Schuhe sind am besten für Speed Hiking geeignet?

Leg dir ein hochwertiges Paar Speed Hiking-Schuhe zu. Vergiss deine schweren Wanderschuhe: Mit klobigen Schuhen ist noch niemand schneller gelaufen.

Wähle ein Modell mit:
– leichtem Design (weil weniger Gewicht für deine Beine)
– niedrigem oder, wenn du dir mehr Halt wünschst, knöchelhohem Schaft
– allgemein guter Biegsamkeit
– gutem Halt an Ferse und Vorderfuß
– dicker Polsterung und hoher Sprengung vom Fersen- zum Zehenbereich (weil weniger anstrengend für deine Wadenmuskulatur)
– derbem Profil für sichere Haftung und Traktion
– Gore-Tex® Membran, wenn du bei schlechtem Wetter unterwegs sein willst  

Was für einen Rucksack brauche ich?

Neben gutem Schuhwerk gehört ein Rucksack zu deiner Grundausrüstung, und da gilt: Je kompakter, desto besser. Je geringer sein Leergewicht, desto besser. Mehr als 25 Liter sollte er keinesfalls fassen – alles darüber fällt in die Kategorie Trekking-Rucksäcke… Wähle einen Rucksack, der bequem sitzt, eine gute Belüftung und Feuchtigkeitsableitung an Rücken und Schultern gewährleistet und dich so vor übermäßigem Schwitzen sowie Unterkühlung in windigen, freien Gebieten schützt.  

Brauche ich Stöcke?

Ja. Stöcke sind beim Speed Hiking unerlässlich. Warum? Weil sie durch die Gewichtsverteilung auf technischem Gelände für mehr Stabilität sorgen, dich bergauf schneller machen und bergab deine Gelenke schonen. Stöcke mit Handgelenkschlaufen fördern eine bessere Lauftechnik. 

Was sollte ich mitnehmen?

Die Auswahl deiner Ausrüstung hängt natürlich von der Streckenlänge, der Jahreszeit, den Witterungsbedingungen und dem Gelände ab. Der wichtigste Faktor beim Zurücklegen größerer Entfernungen in weniger Zeit ist leichtes Gepäck. Es kann einen riesigen Unterschied machen, wenn du weniger als fünf Kilo trägst. Keinesfalls vergessen darfst du: Flüssigkeit, Sonnenschutz und Energie-Snacks.  

Was ziehe ich an?

Setze auf vielseitige, leichte Lagen, die dich vor schlechtem Wetter schützen und dir bei der Temperaturregulierung helfen. Abnehmbare Ärmel sorgen für zusätzliche Vielseitigkeit. In Sachen Beinbekleidung sind Shorts oder ein Skort beim Wandern erste Wahl. Sie sind super atmungsaktiv, bieten dir Bewegungsfreiheit und trocknen nach einem Schauer schnell. Zusätzlich packst du eine eng anliegende aber dehnbare Hose oder Leggings ein, die bei Bedarf mehr Schutz bieten. Softshell-Materialien sind super, denn sie lassen kein Wasser eindringen, Schweiß aber entweichen. Hardshell-Materialien sind beim Speed Hiking meist überflüssig. Wechselkleidung sollte wohl überlegt sein.  

Was brauchst du wirklich?

Leichtes Reisen birgt natürlich auch gewisse Risiken in den Bergen – also denke vorher alle möglichen Szenarien durch, die eintreten könnten. Was machst du, wenn überraschend ein Sturm aufzieht? Kannst du deine Route zur Not abkürzen? Sei vorbereitet. 

Man lernt nie aus…

Experimentiere mit deiner Ausrüstung. Überlege, was für dich funktioniert. Frage deine Freunde, was sie einpacken. Sieh dir an, was professionelle Athleten und Ultra-Läufer bei sich haben. Auch wenn beim Speed Hiking eine leichte Ausrüstung sehr wichtig ist, sollte das Einsparen von Gewicht nicht zur Obsession werden. Reise leichter. Fang einfach an. Am Ende des Tages geht es darum, dass du das Beste aus deiner Zeit in den Bergen herausholst. Und denke daran: Es geht weniger ums Ziel als vielmehr um den Spaß, den du unterwegs hast. 

 

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Juliane Hoffmann

Juliane Hoffmann

Juliane ist Social Media & Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Sie liebt es, neue Orte und Menschen kennenzulernen und lebt ganz nach ihrem Motto: Du kriegst, was du gibst, wenn du tust was du liebst ♡