So stärkst du deinen Körper mit Yoga und Pilates

Yoga gehört mittlerweile zu meinem Leben dazu. Der Sport hält mich fit, beweglich und hilft mir dabei, Stress zu bewältigen. Ja genau, ich verwende ganz bewusst das Wort Sport. Viel zu häufig werde ich nämlich für meine Yoga-Leidenschaft belächelt. Dabei haben es die Übungen in sich. Das können mittlerweile auch einige männliche INTERSPORTler bestätigen, die an unserem wöchentlichen INTERSPORT-Yoga-Kurs unter Anleitung von meiner Kollegin Julia teilnehmen.

Spätestens seit der WM 2006 müssten eigentlich auch Männer einsehen, dass Yoga gut tut und kein Mädchensport ist. Bei der Sommermärchen-WM engagierten die Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft nämlich den Yogalehrer Patrick Broome. Denn für den Leistungs- wie für den Amateursportler gilt: Regelmäßige Yogaübungen helfen besonders Männern, ihre athletischen und mentalen Voraussetzungen für ihren Sport zu verbessern und gleichzeitig das Risiko von Verletzungen zu verringern. Nike startete vor Kurzem sogar eine ganze Männer-Yoga-Kampagne.

Yoga

Yoga – Einheit von Körper und Seele

Es gibt zahlreiche Yogaformen – bei manchen steht Meditation und Atmung im Vordergrund, bei anderen die körperliche Stärke. Über das weit verbreitete Vinyasa- und Hatha-Yoga haben wir dich ja bereits in diesem Blogbeitrag aufgeklärt (inklusive Beispielübungen). Generell ist es ratsam für Anfänger, die Übungen unter Betreuung eines Yogalehrers durchzuführen und nicht ohne vorherige Anleitung im Selbstversuch. Sobald du weißt, worauf du achten musst, kannst du auch alleine loslegen.

Yoga bietet zahlreiche präventive und therapeutische Möglichkeiten. Es soll bei Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Herzerkrankungen helfen und zur Regeneration beitragen. Yoga wird übrigens auch bei Therapien zu chronischen Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen und nervösen Beschwerden wie Angst und Depression eingesetzt.

Erfahre mehr über Yoga und schau dir Beispielübungen an

Yoga Pilates

So umfassend trainierst du mit Yoga

Physiologische Aspekte

  • mehr Kraft
  • bessere Beweglichkeit, Koordination, Atmung und Körperwahrnehmung
  • gut für die inneren Organe
  • schnellere und tiefere Regeneration

Psychologische Aspekte

  • Tiefenentspannung
  • Stressbewältigung
  • Motivation
  • mentale Vorbereitung auf Training und Wettkampf
  • verbesserte Konzentrationsfähigkeit

Medizinische Aspekte

  • Verletzungsprävention
  • Erhaltung der Gesundheit im ganzheitlichen Sinne
  • Verbesserung der körperlichen, geistigen und seelischen Empfindungsfähigkeit

Einen Eindruck, wie so eine Yoga-Einheit aussehen kann, bekommst du in folgendem Video von Mady Morrison

Wir stellen also fest: Yoga ist ein ganzheitlicherer Ansatz, der Körper, Geist, Spiritualität und eine ganze Lebenseinstellung miteinander vereint. Ganz so allumfassend ist Pilates nicht, sondern legt den Fokus ganz klar auf die Körpermitte und die Stärkung der Tiefenmuskulatur.

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Pilates – aktiviere dein Powerhaus

Wusstest du, dass Pilates bereits in den frühen 1920ern von dem Deutschen Joseph Hubertus Pilates erfunden worden ist? Der Mönchengladbacher wanderte in die USA aus und entwickelte als Boxer und späterer Trainer das Programm für seine Schüler: eine Kombination aus anstrengenden Muskelübungen mit einer fließenden Atmung. Erst viel später erlebte Pilates dann durch Madonna einen Hype, weil diese den Sport für ihren super trainierten Körpers verantwortlich machte.

Spätestens nach folgender Aussage von Joseph Pilates dürfte so ziemlich jede Frau mal eine Pilates-Stunde besucht haben: “Nach 10 Stunden spüren Sie den Unterschied, nach 20 Stunden sehen Sie den Unterschied, nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper“.

Eine Verwandtschaft zu den fernöstlichen Meditationstechniken und Gymnastikformen wie Tai-Chi oder Yoga kann Pilates nicht verheimlichen; der Begründer selbst hatte sich intensiv damit beschäftigt. Körper und Geist in Einklang zu bringen und den Menschen zu ihrem individuellen Wohlbefinden zu verhelfen, das ist das große Ziel, das Joseph Pilates seiner Trainingsmethode vorangestellt hat.

Das Grundprinzip besteht darin, in langsamen, fließenden Bewegungen die tiefliegende Muskulatur zu stärken und zu entspannen. Es gibt kein Hüpfen, Springen, Reißen oder schwere Gewichte beim Training.

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Yoga Pilates

Mehr Bauchmuskeln, bessere Körperhaltung

Im Zentrum der Übungen steht für Joseph Pilates das Kraftzentrum, das Pilates-Powerhouse:

  • Nabel zur Wirbelsäule ziehen
  • Beckenboden anspannen
  • Becken in die neutrale Position bringen
  • bei Muskelanspannung ausatmen
  • fertig.

Die Wirksamkeit wurde durch wissenschaftliche Studien belegt. Schon nach zehn Wochen und 20 Übungsstunden konnte bei den Teilnehmerinnen eine deutliche Steigerung der Bauchmuskulatur festgestellt werden. Zudem gaben 88 % der Teilnehmerinnen an, dass sich ihre Körperhaltung verbessert habe. 82 % stellten fest, dass sie sich durch das Training körperlich wohler fühlten. Mal ehrlich, mehr Gründe brauchen wir doch gar nicht, um diesem Sport zumindest mal eine Chance zu geben. Und dann soll Pilates sogar noch gegen Müdigkeit, Nervosität und Deprimiertheit helfen. Das hört sich ja fast schon zu gut an.

Pilates-Übungen 

Auf YouTube findest du natürlich unzählige Pilates-Videos. Wir haben dir hier mal eins rausgesucht, damit du einen Eindruck von dem Sport bekommst.

Prinzipien von Yoga und Pilates:

  • Fließen: alles im Fluss und nicht Übung, Pause, Übung, Pause
  • Konzentration: bewusste und präzise Ausführung der Übungen
  • Atmung: bewusste Atmung aktiviert tief liegende Muskelschichten und beugt Verspannungen vor
  • Körperkontrolle, Positionen ruhig halten

Fazit

Besonders für gestresste Menschen ist es ratsam, sich mit Yoga und Pilates zu beschäftigen. Die Lebensqualität lässt sich dadurch nachweislich verbessern. Beide Sportarten liefern einen medizinisch bedeutsamen Beitrag dazu, die allgemeine organische Belastbarkeit zu stärken und ausreichend zu regenerieren.

Wer eine Möglichkeit sucht, seinen Körper gezielt zu straffen und zu kräftigen und dabei gleichzeitig noch etwas für seinen Geist zu tun, wird durch Yoga und Pilates sicher Erfolg haben.

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Melanie Melzer
Melanie ist Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Ihre große Leidenschaft ist es, die Welt zu bereisen. Genau das hat sie auch 2 Jahre lang getan. Über ihre Erlebnisse berichtet sie auf ihrem Blog "travel2eat.de".