Sport trotz Heuschnupfen: So klappt’s auch im Freien

Die Freiluft-Saison ist eröffnet. Endlich blüht wieder alles und wir wollen raus in die Natur. Wären da nicht diese fiesen kleine Pollen, die überall herumschwirren und viele Heuschnupfen-Geplagte in den Wahnsinn treiben. Trotzdem musst du dich nicht drinnen verbarrikadieren. Mit unseren Tipps kannst du trotzdem Sport treiben – ja, auch im Freien!

Zunächst einmal: Was passiert eigentlich bei einer Allergie? Dabei kommt es zu einer Überreaktion deines Immunsystems gegenüber bestimmten Substanzen aus der Umwelt (wie z. B. Pollen bei Heuschnupfen), obwohl diese eigentlich gar keine Gefahr für deinen Organismus darstellen. Der gestresste Körper schüttet als Abwehrreaktion den Botenstoff Histamin aus, das unsere Schleimhäute zum Anschwellen bringt.

Die Folge: Augen und Nase jucken, Niesanfälle sind keine Seltenheit und die Nase beginnt zu laufen. Dadurch versucht der Organismus, die vermeintlichen Feinde aus dem Körper herauszuspülen. Und das sind die “bösen Pollenfeinde”: Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern.

Heuschnupfen ist übrigens nicht immer harmlos. Etwa 50 % der Betroffenen entwickeln chronisches Asthma. Deshalb ist es wichtig, einen Allergologen aufsuchen. 70 % der Heuschnupfengeplagten hilft eine Desensibilisierung.

Die gute Nachricht für alle Sportler: Gemäßigter Ausdauersport verbessert das Immunsystem und die Lungenfunktion.

Pollenfreie Zone: Wasser und geschlossene Räume

Im Hallenbad kannst du deine Runden komplett pollenfrei drehen. Oder auch Aquajogging oder Wassergymnastik machen, falls du Spaß daran hast. Die Atemmuskulatur wird dabei gekräftigt, die Grundlagenausdauer trainiert, die Atemtiefe erhöht und die Atemfrequenz gesenkt. Chlorluft ist normalerweise kein Problem.

Ob daheim oder in den Räumen vom Verein, in Sportakademien oder Fitness-Studios: Laufband, Cardiotraining, Ergometer-Radfahren, Karate, Tischtennis, Tanzen, Tai-Chi und andere Indoor-Sportarten gehen prinzipiell immer. Wenn du trotzdem auch hier Atemschwierigkeiten bekommst, brichst du das Training bitte sofort ab.

Ein Pollenfilter namens Nase

Für Allergiker besonders wichtig: langsam und gründlich aufwärmen. Dadurch wird vermieden, dass sich deine Atemwege plötzlich verengen. Steigere die Belastung dann allmählich. Bei Atemproblemen hörst du am besten sofort auf! Tipp: Beim Sport möglichst durch die Nase atmen, sie übernimmt die Funktion eines Pollenfilters. Und falls du drüber nachdenkst: Nein, Heuschnupfen-Mittel vor dem Training nicht weglassen! Nasenspülungen mit Salzwasser können auch helfen. Statt Nasentropfen mit abschwellender Wirkung zu verwenden, sei es sinnvoller, die Nase mit Salzwasser zu spülen, empfiehlt die Verbraucher Initiative. Probier’s doch einfach mal aus!

Tipps für Läufer mit Heuschnupfen

  • Wir empfehlen dir, während oder direkt nach dem Regen zu laufen  die Luft ist dann gereinigt.
  • Außerdem kann eine Sonnenbrille helfen, Pollen von deinen Augen fern zu halten.
  • Du wohnst in der Stadt? Dann lauf besser morgens. Wer auf dem Land wohnt, sollte eher abends rausgehen.
  • Wenn vorhanden: im Nadelwald joggen, da ist die Pollenbelastung niedriger als in einem Mischwald.
  • Wichtig: Moderater, regelmäßiger Sport zwei bis drei Mal pro Woche kann Allergien lindern. Extreme Belastungen solltest du aber unbedingt vermeiden, da dadurch zu viele Pollen in die Lunge geraten!

Ein letzter Tipp: Hol dir vor dem Sporteln im Freien auf www.pollentrend.de die Pollenfluginformation ein. 

 

Sport-Bekleidung findest du auf INTERSPORT.de

 

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Melanie Melzer
Melanie ist Content Managerin in der INTERSPORT Digital Unit. Ihre große Leidenschaft ist es, die Welt zu bereisen. Genau das hat sie auch 2 Jahre lang getan. Über ihre Erlebnisse berichtet sie auf ihrem Blog "travel2eat.de".