Der Abschlussbericht

Nach knapp einem Monat mit Rad und Zelt bin ich stolz und glücklich zu sagen, dass ich es gewagt und durchgezogen habe. Denn wenn es vor allem eine Challenge gab, dann war es die, einfach loszufahren und bei nassem Wetter weiterzufahren. Und jetzt kann ich es kaum glauben, dass meine Tour tatsächlich schon rum ist.  

Corona geschuldet – oder besser gesagt Corona sei Dank – habe ich wegbrechende Aufträge genutzt, um mal ganz frei zu träumen und zu fühlen, worauf ich total Lust hätte, wenn der Alltag es zulassen würde.   

Und bislang hat der Alltag meiner kleine “Spinnerei” keinen Raum gelassen. Nach anfänglicher Ohnmacht und dem Gefühl, dass mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, habe ich das Unterbrechen des Trotts während der anfänglichen Corona-Zeit genutzt, um mich rigoros von Altem zu trennen und in das Mini-Abenteuer Zelten im Herbst zu begeben.  

Als kleine Erinnerung: Ich habe meine Wohnung ausgeräumt, Sachen verkauft und verschenkt, die Bude gekündigt und bin mit Zelt bepackt einfach mal die Elbe entlang geradelt.  

Und rückblickend betrachtet war dies die beste Entscheidung, die ich während dieser Zeit hätte treffen können.

Es ist unheimlich schön zu sehen, dass der Weg ins Unbekannte sehr aufregend und bereichernd sein kann, viel neue Inspiration bringt und so auf einmal das, was als Sackgasse wirkt, eine neue Richtung aufwirft. Vor allem hat mich dabei fasziniert, dass es in direkter Umgebung so viel zu entdecken gibt – ich kam mir vor wie ein Abenteurer, der weiße Flecken auf der Karte aufspürt.  

Sowohl der Einklang mit der Natur als auch das Entdecken der Umgebung, von kleinen Städte und Dörfer auf meiner Reise, haben mich total in dem Moment versinken und meine Coronasorgen vergessen lassen.

Zu meinem Erstaunen habe ich von euch und meinen Followern ein fast durchweg einstimmiges Feedback bekommen, dass ihr auch so große Lust hättet, mitzuradeln. Ich sage euch, macht es einfach! Fahrt los und schaut, wohin es euch verschlägt. Und die Tour muss weder lange geplant, noch ellenlang on the road sein: Denn selbst wenn ihr euch für ein Wochenende aufs Bike setzt und euer Campingequipment mitnehmt (zu meiner Packinglist), werden euch die Schönheit der Natur verzaubern und die kleinen Abenteuer um euch herum berauschen.  

   

Danke, dass ihr meine Tour begleitet habt und ich kann es kaum erwarten, bei den ersten milden Nächten wieder loszuradeln. Mehr zu meiner Route und der gesamten Tour lest ihr bald auf meinem Blog vickywanka.com. 

The following two tabs change content below.
Vicky Wanka
Ich bin Vicky Wanka, 32 Jahre alt und seit knapp 10 Jahren Bloggerin. Meine Follower schätzen meine unkonventionelle Art und Weise, Dinge zu hinterfragen und neu anzugehen. So habe ich meine Festanstellung aufgegeben, um mein Hobby zum Beruf zu machen und studiere nun seit einem Jahr zusätzlich noch Politik. Durch Corona fielen meine Aufträge als Bloggerin weg. In der Krise habe ich die Chancen gesucht und gefunden: Ich habe mich gefragt, was ich nun tue, wenn sich mein beruflicher Weg nicht erholt? Und nun mache ich das, worauf ich schon lange Lust habe: Ich habe meine Wohnung gekündigt, meine Sachen verkauft, verschenkt und den Rest eingelagert und radle mit Zelt durch Deutschland.
Vicky Wanka

Neueste Artikel von Vicky Wanka (alle ansehen)