Vom genialen Gefühl, ins Ziel zu laufen

Einfach unglaublich. Der Start- und Zielbereich des Firmenlaufs im Heilbronner Frankenstadion ist voll von Menschen. Läufer, Fans, Familien, Arbeitskollegen – es scheint als ob die ganze Region mit ihren Unternehmen sprichwörtlich auf den Beinen ist. Mittendrin unser Team von INTERSPORT. Insgesamt 60 Teilnehmer in 15 Vierermannschaften sind von uns dabei. Mein Team ist „schnell müd“. Karen, Steffen, Marc und ich wollen aber lieber schnell ins Ziel.

Heilbronner Firmenlauf_Team -schnell müd- vor dem Lauf  Heilbronner Firmenlauf_INTERSPORT-Mannschaft

Im Läuferpulk

Inmitten all der Läufer steigt mein Puls bereits vor dem Start auf 80. Ich weiß noch nicht so recht, ob das ein gutes Zeichen ist. Um 19:07 Uhr trabe ich über die Startlinie. Jetzt gilt’s. Mein Ziel ist eine Zeit unter 30 Minuten für die 5,7 Kilometer lange Strecke. Anfangs komme ich kaum voran. Die enge Streckenführung lässt ein normales Lauftempo nicht zu. Ausweichen, überholen, abbremsen, beschleunigen – bereits auf dem ersten Kilometer ist volle Konzentration gefragt, nicht über die eigenen oder fremde Beine zu stolpern.

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Bei Kilometer zwei winkt eine Getränkestation. Ich schnappe mir im Vorbeilaufen einen Becher mit Wasser, den ich aber mehr zur Abkühlung nutze als trinke. Immerhin sehe ich jetzt wenigstens verschwitzt aus, bevor es in Richtung Innenstadt geht. Der Parcour vorbei an der Stadtgalerie treibt einem das Adrenalin in den Körper. Wahnsinn, wie viele Zuschauer hier stehen und einen begeistert anfeuern. Zumindest bilde ich mir das ein. Bekannte Gesichter kann ich nicht erkennen, bin im Läufertunnel.

 

Über die anaerobe Schwelle

Zieleinlauf_MichaelEin Blick auf meine Pulsuhr verrät mir, dass ich bereits im anaeroben Bereich unterwegs bin und an Geschwindigkeit aufnehmen muss, wenn es mit der Zielzeit klappen soll. Endspurt. Noch 1,7 Kilometer. Auf der breiten Straße zurück zum Frankenstadion ist endlich genug Platz für ein gleichmäßiges Tempo. Ich gucke mir einen Läufer vor mir aus und hänge mich dran. Mann, der zieht ganz schön ab. Will mich nicht abhängen lassen und haue alles rein, was mein Körper noch hergibt. Auf der Zielkurve nutze ich den kleinstmöglichen Radius ganz innen an der Bahn und dann nur noch ankommen.

Die Arme gehen hoch, ich bekomme, wie die vielen tausend anderen Finisher auch, eine Medaille umgehängt und bin einfach nur happy. Dieses geniale Gefühl durch den Zielbogen zu laufen, ist unbezahlbar. Und ich habe es tatsächlich geschafft. Meine Zeit: 29:05 Minuten. Lohnt sich also doch, das ganze Training.

Am Ziel

Meine Teamkollegen treffe ich im Zielbereich. Abklatschen, gemeinsam freuen. Marc hat eine Fabelzeit hingelegt und ist am Ende mit 21:24 Minuten sogar bester INTERSPORTler. Ganz stark. Steffen und Karen sind mit knapp über 30 Minuten ebenfalls super unterwegs gewesen. „schnell müd“ war also keiner und wir platzieren uns mit 1:53:56 sogar unter zwei Stunden in der Mannschaftswertung. Firmenlauf 2017 wir kommen wieder!

Heilbronner Firmenlauf_Team -schnell müd- nach dem Lauf  Heilbronner Firmenlauf_In 29 Minuten ins Ziel

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Michael Steinhauser

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