Zwischen Angst und Begeisterung: Mein erster Skitag beim INTERSPORT Alpenglühen

Jedes Jahr im März veranstalten wir den “heißesten Skitest Europas”: Das INTERSPORT Alpenglühen. In diesem Jahr hat meine Kollegin Jessi sich an den Anfänger-Skikurs gewagt. Wie das so lief und ob sie am Ende heil wieder zurückgekommen ist, verrät sie dir in diesem Beitrag.

Zugegeben, als ich in Obertauern angekam, war ich noch nicht so im “Ski-Fieber” wie andere. Um mich herum hohe, schneebedeckte Berge, strahlender Sonnenschein – das nennt man wohl Kaiserwetter. Wie alle anderen Teilnehmer des Test-Events Alpenglühen hole ich also zuerst meine Unterlagen in der Tourismusinformation ab. Eingeteilt bin ich als totaler Ski-Neuling in einer Anfängergruppe (ich stand in meinem Leben erst drei Stunden auf Ski – es war fürchterlich).

Alle Infos zum Alpenglühen findest du auf INTERSPORT.de

Alpenglühen

Beim Alpenglühen kannst du alles ausleihen, was du zum Skifahren brauchst

Vor dem Check-In im Hotel geht es für mich noch zum Test-Areal. Dort kann sich jeder Teilnehmer des Events bei zahlreichen und bekannten Marken wie Atomic, Salomon und Head im Ski-Bereich Testware ausleihen. Das ist besonders für mich als Skianfänger praktisch: Da ich selbst noch keine Ausrüstung besitze, kann ich mir hier von Bekleidung, über die Handschuhe, bis hin zu den Skischuhen und Ski alles ausleihen, ausgiebig testen und nach Belieben täglich wechseln. So kann ich nach dem Event entscheiden, ob das Skifahren auch tatsächlich etwas für mich ist und mich dann rundum ausstatten.

Und natürlich wird man im Testareal auch bestens von den erfahrenen Mitarbeitern der jeweiligen Marke beraten. So gibt es für mich Skischuhe von Dalbello mit der neuen Gripwalk-Technologie, einen Helm und Skibrille von Alpina, ein Outfit von McKinley und Skistöcke von Tecnopro. Was die Ski angeht – da wollte ich den langsamsten Ski, den es gibt, haben und habe ein tolles Modell von Atomic bekommen. Komplett ausgestattet geht es für mich zum Check-In in mein Hotel und anschließend zum Welcome-Abend des Events.

Alles, was du zum Skifahren brauchst, gibt's hier

Alpenglühen

Auf zum Anfänger Skikurs

Fit und etwas nervös mache ich mich am nächsten Morgen um kurz vor 9 Uhr mit dem Ski-Taxi auf den Weg zum Treffpunkt vor dem Test-Areal. Jeder kann dort seine Ski bequem abholen und sich dann vor der Halle mit seiner Skigruppe treffen. Das Schleppen bleibt mir also erspart. Ich habe Glück: In meinem Skikurs sind lauter Anfänger wie ich, die zwar schon einmal auf Ski gestanden sind, aber noch nicht wirklich fahren können – eine kleine Gruppe von gerade mal 7 Personen.

Mit dem Taxi geht es direkt zur Piste – natürlich einer ganz kleinen Übungs-Piste mit einem Schlepplift. Doch bevor wir hier überhaupt durchstarten können, fangen wir ganz bei Null an, damit wir auch wirklich alle auf dem selben Level sind. Also erst mal brav lernen, wie man den Ski überhaupt “anzieht”, dann das seitliche Aufsteigen auf einem Mini-Hügel und das Abfahren im Pflug.

Ab zum Schlepplift…

Soweit so gut denke ich mir, ich fühle mich wohl in meinen Skischuhen und habe ein gutes Gefühl mit den Brettern an meinen Füßen. Nach einigen weiteren Übungen heißt es dann kurz vor dem Mittag: ab zum Schlepplift und auf die Übungs-Piste. Da werde ich schon etwas nervös. Ob ich wohl aus dem Lift rauskomme? Etwas angespannt lasse ich mir helfen, in den Lift einzusteigen und – wer hätte es gedacht – es klappt! Kleines Erfolgserlebnis vor der ersten Abfahrt.

Wir fahren ungefähr bis zur Hälfte der kleinen Piste hinauf. Flo, unser Skilehrer, zeigt uns weitere Übungen und erklärt das Verhältnis vom Ski zum Hang. Das hilft mir wirklich, meine doch etwas größere Angst loszuwerden. Gemeinsam geht es dann hintereinander im Pflug den Berg hinunter. “Immer schön Schlangenlinien fahren”, denke ich mir – und bin total begeistert, wie gut das klappt! Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Fall, aber diese sind mehr der Technik geschuldet, als meiner Angst vor dem Hang. Von Abfahrt zu Abfahrt fühle ich mich sicherer auf meinen Ski und traue mich immer mehr. Noch vor dem Mittag schaffen wir es alle, bereits vom obersten Teil der Piste abzufahren.

Mittagspause machen wir ganz klassisch in einer kleinen Hütte mit allerlei leckerem Essen: für mich gibt es Gulaschsuppe zur Stärkung und ganz typisch: Skiwasser (wirklich lecker und als kleine Stärkung nur zu empfehlen!).

Die kleine Pause tut gut, denn ich merke schon jetzt die Anstrengung, die das Skifahren mit sich bringt. Die ungewohnten Bewegungen sind noch ganz neu für mich. Es passiert unglaublich viel mit den Beinen und so ist es nicht verwunderlich, dass meine Waden am nächsten Tag einen ziemlichen Muskelkater haben.

“Und dann passiert das, was ich nicht mehr für möglich gehalten hätte…”

Nach der Mittagspause geht es nochmal für ein paar Abfahrten auf die Übungs-Piste und dann passiert das, was ich nicht mehr für möglich gehalten hätte: Ich bin Feuer und Flamme für das Skifahren und möchte am liebsten eine Abfahrt nach der anderen machen!

Gesagt, getan. Unser Skilehrer Flo ist total begeistert von unserem schnellen Fortschritt und so nehmen wir ein Taxi und wagen es: die letzte Abfahrt soll von einer blauen Piste stattfinden! *Schluck* Da bekomme ich doch nochmal etwas Angst. Auch vor dem Sessellift, mit dem wir den Berg hoch müssen. Das Wetter hat noch weiter zugezogen und es ist ziemlich kalt und windig im Sessellift. Was ganz gut für mich ist: Dank des Schneefalls sehe ich nicht, wie hoch wir bereits sind und die steil die Piste ist. Mit einem mulmigen Gefühl stehen wir oben auf der neuen Piste und wagen die Abfahrt – immer schön in Kurven hinter dem Skilehrer her. Unten angekommen könnte ich ausflippen vor Stolz! Ohne hinzufallen bin ich meine erste blaue Piste hinuntergefahren.

Tag zwei: Es geht gleich auf die blaue Piste

Mit diesem Gefühl beenden wir unseren Kurs für heute – doch bereits am nächsten Morgen starten wir direkt von dieser Piste. Am Anfang fühle ich mich etwas unsicher, meine Beine schmerzen vom Muskelkater und die Angst vor der Höhe ist zurück. Doch unser Skilehrer Flo ist ein totaler Profi und fragt direkt in die Runde, wer sich heute etwas unsicher fühlt. Ich nehme meinen Mut zusammen und melde mich. “Kein Problem, du fährst einfach direkt hinter mir”, sagt Flo und so geht es die erste Abfahrt hinunter. Der Skilehrer gibt mir Tipps und zeigt uns weitere Übungen und nach und nach bekomme ich meine alte Sicherheit zurück und werde immer mutiger! Vom Pflug geht es ins parallele Fahren über und sogar die coole Bremsung vor der Hütte gelingt mir am Ende des zweiten Tages. Was für ein erfolgreicher Tag!

Alpenglühen

Mein Fazit: auch mit Mitte Zwanzig kann man noch sehr gut Skifahren lernen! Auch wenn man am Anfang etwas unsicher ist: nur Mut! Man muss sich langsamer herantasten als die 5-Jährigen Kinder, die ohne Angst den Berg hinunter rasen. Aber mit viel Übung, der richtigen Ausstattung und einem guten Skilehrer ist alles zu schaffen. Ich persönlich bin nun ein Fan vom Skifahren und werde es auf jeden Fall weiter üben.

Mein Tipp für Anfänger: Wenn ihr das Skifahren wirklich testen wollt, bietet sich das Alpenglühen auf jeden Fall an. Ihr könnt die komplette Ausrüstung ausleihen, einen Skikurs (3 oder 6 Tage) mitmachen und danach entscheiden, ob ihr dran bleiben möchtet. Wenn ihr euch dagegen entscheidet, habt ihr keine unnötige Ski-Ausrüstung zuhause. Oder ihr entdeckt schon den perfekten Ski für euch, den ihr euch im nächsten Jahr selbst zulegen könnt.

Zum Schluss kannst du dir Jessis Tag nochmal im Video anschauen…

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Jessica Irmscher

Jessica Irmscher

Jessi ist im Team Content bei der INTERSPORT Digital Unit tätig. Sie spielt aktiv Volleyball und läuft regelmäßig, lässt sich aber auch immer gerne für neue Sportarten begeistern und probiert diese selbst aus.